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Artenschutzrecht
   

 
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Das Artenschutzrecht zielt auf den Erhalt von Populationen wild lebender Tiere und auf die Artenvielfalt (Biodiversität), damit die Menschen gut leben können. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) hat im März 2018 einen ersten Zustandsbericht für Europa und Asien veröffentlicht (Online-Bericht hier). Danach führt der Schwund der Tierarten auch zu Einbußen in der Landwirtschaft und damit zu Einbußen des menschlichen Wohlergehens. Eine Ursache des Artensterbens ist die Weltbevölkerungsentwicklung. Die Population des Menschen "explodiert"; die Weltbevölkerung nimmt immer weiter zu. Im Jahre 2100 könnten es 14 Milliarden Exemplare dieser Art sein. Da wird der Platz für die übrigen Tierarten einschließlich des Menschen immer enger. Die meisten Wirbeltiere werden -- so die Prognose -- in 200 Jahren ausgestorben sein. In 100 Jahren sollen es Schätzungen zufolge bereits 50% sein, die ausgestorben sein werden. Eine weitere Ursache ist die Monotonie in der Landwirtschaft samt Spritzen von Pstiziden. Das Insektensterben geht weiter. Dabei sind Fluginsekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge für die Bestäubung der Obstbäume und der Gemüsepflanzen so wichtig.
 
Artenschutz bedeutet nicht unbedingt Waldschutz. Auch ehemalige Tagebergbauten eignen sich. Es kommt darauf an, welche Tier- und Pflanzenarten man vor dem Aussterben bewahren möchte.
 
 

Aus dem Fernsehen:
 
ARD, Sendung „Wissen vor acht“, Titel: „So wichtig ist Artenvielfalt!“ vom 16.01.2018. Wie es um das heimische Ökosystem bestellt ist und warum man Artenvielfalt dringend brauchen… (Video).
ARD, Sendung „Quarks“, Titel: „Dramatisches Sterben: Sind unsere Insekten noch zu retten?“, vom 12.06.2018 (Video). Die Zahl der Insekten geht dramatisch zurück. Als Ursache steht die moderne Landwirtschaft unter Verdacht: zu viele Pestizide, Dünger und Monokulturen.
ZDF, Serie „ZDFzoom“, Titel: „Der wahre Preis für den perfekten Apfel“, vom 10.05.2018. Die "alten Sorten" enthalten mehr Polyphenole. Polyphenole sind bioaktive Substanzen in Pflanzen. Sie „bekämpfen“ Feinde. Die alten Apfelsorten enthalten nicht selten dreimal so viel Polyphenole wie die Supermarkt-Äpfel. Deshalb sind nur sie gut gegen Apfelallergie, Baumpollenallergie u.a. (Video). Was ausgestorben ist, ist weg.
NDR, Sendung „Die Reportage“, Titel: „Der Bienenretter“ vom 10.02.2018. Das weltweite Bienensterben macht Bio-Imker aus Mecklenburg-Vorpommern große Sorgen (Video). Honig aus den Städten ist offenbar gesünder als Honig vom Lande.
 
ZDF, Sendung „37°“ vom 22.01.2018, Titel „Geheimsache Tiertransporte", Thema: Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs (Video). Weiterhin:
ZDF, Sendung „ZDFzoom“, Titel: „Schweinerei im Schlachthof“, vom 09.05.2018. … was in Schlachthöfen passiert. Dort spielen sich immer wieder brutale Szenen ab (Video).
 

Das Artenschutzrecht ist immer ein Menschenblickwinkelrecht. Es geht um die Kooperation zwischen Mensch und Tier. Beispielsweise Industrieunternehmen wie Bergbauunternehmen und Kiesabbauunternehmen oder das Militär leisten einen größeren Beitrag pro Artenschutz und Artenvielfalt/Biodiversität, als gemeinhin gedacht. Weitsicht ist beim Vogelschutz als Argument gegen Industrievorhaben gefragt. Vögel können heute hier und morgen dort fliegen und brüten. Sie stellen deshalb nicht immer ein Hindernis dar. Im Kern sollte es um den Biotopschutz gehen. Die einzelnen Tierarten sind dann einprägsame Vorzeigesubjekte.
Beispiel Wölfe: Die Brandenburgische Wolfsverordnung (BbgWolfV) vom 26.01.2018 trat am 02.02.2018 in Kraft. Der Gesetzestext steht
hier (§§ 1 bis 12) und hier (Anlage zur BbgWolfV). Zum Thema Wolf z.B. ARD, Sendung „Quarks“, Titel: „Hilfe! Die Wölfe kommen – müssen wir uns fürchten?“, vom 21.04.2018 (Video); ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 4 -- Land", dort zwischen Minute 22 und Minute 26 (Video). Ansonsten unter Wikipedia (Wolf).
Beispiel Singvögel zum Essen:
NDR, Sendung „Die Reportage“, Titel: „Singvögel als Delikatesse?“ vom 12.01.2018. In Deutschland wird der Ortolan geschützt, in Frankreich gegessen. Immer weniger Vögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück (Video).
Manchmal hilft der Mensch auch einfach nur so. Ein Beispiel fast ausgestorbener Arten: ZDF, Serie „Terra X“, Titel „Wie rettet man eine fast ausgestorbene Art?“, vom 18.05.2017. Beispiel Oryxantilopen (Video).
 
Allgemein Fernsehbeiträge über die Natur Deutschlands (Beispiele):
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 1 -- Land", 2010 (Video).
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 2 -- Land", 2011 (Video).
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 3 -- Land", 2013 (Video).
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 4 -- Land", 2015 (Video).
 
 
Fachaufsätze:

1. Wüstenberg, Maßnahmen gegen Wölfe nach der brandenburgischen Wolfsverordnung, in: Landes- und Kommunalverwaltung – Verwaltungsrechts-Zeitschrift für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (LKV) 2018, 106-112. Zum Thema Wolf: ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 4 -- Land", 2015, dort zwischen Minute 22 und Minute 26 (Video).
2. ... (in 2019).
 
 
Gesetze:
Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege mit der
Bundesnaturschutzverordnung (BNatSchV) Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten (BArtSchV)
Bundesjagdgesetz (BJagdG)
Tierschutzgesetz (TierSchG )
Lebensmittelgesetz (LFGB) Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch
 
 
Nebenfolgen:
Hauptnebenfolge des langfristig verfolgten Artenschutzes ist die Gesundheit der Menschen. Wer Pstizide versprüht, tötet nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern verstümmelt womöglich auch den Menschen; Beispiel: ARTE, Sendung „Tote Tiere, kranke Menschen“ vom 17.07.2018 (Video). Zum Thema Glyphosat und seine Folgen.
 
 

Copyright obiges Foto: pixabay.com/de
 
 
 

Offenbach am Main, 18. Juli 2018