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Artenschutzrecht
   

 
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     z.B. Wölfe und Bienen
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Italiener "lieben" Wölfe; denn sie kennen die Sage "Romulus und Remus", nach welcher Rom anlässlich eines guten Wolfs entstanden ist. Die Deutschen "hassen" den Wolf; denn sie kennen das Märchen "Rotkäppchen und der böse Wolf", nach welchem Wolf Menschen verschlingt/auffrisst. Wo liegt die biologische/ganzheitliche Wahrheit?
 
Artenschutz bedeutet nicht unbedingt Waldschutz. Auch ehemalige Tagebergbauten eignen sich. Es kommt darauf an, welche Tier- und Pflanzenarten (und Biotope) man vor dem Aussterben bewahren möchte. Es gibt insbesondere auch die Bewohner offener Landschaften. Und diese sind für die Bestäubung wichtig.

 
 
 
Das Artenschutzrecht zielt auf den Erhalt von Populationen wild lebender Tiere und auf die Artenvielfalt (Biodiversität), damit die Menschen gut leben können. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) hat im März 2018 einen ersten Zustandsbericht für Europa und Asien veröffentlicht (Online-Bericht hier). Danach führt der Schwund der Tierarten auch zu Einbußen in der Landwirtschaft und damit zu Einbußen des menschlichen Wohlergehens. Eine der Hauptursachen des Artensterbens ist die Weltbevölkerungsentwicklung. Die Population des Menschen "explodiert". Der Mensch verdrängt. Im Jahre 2100 könnten es 14 Milliarden Exemplare statt gegenwärtig bereits 8 Milliarden dieser Art sein. Die meisten Wirbeltiere, darunter die Bären, Luchse und Wölfe, werden -- so die Prognose -- in 200 Jahren in Europa ausgestorben sein. In 100 Jahren sollen es Schätzungen zufolge bereits 50% sein, die ausgestorben sein werden. Eine weitere Hauptursache ist die Monotonie in der Landwirtschaft einschließlich der Folgen des Sprühens von Pestiziden. Das Insektensterben geht weiter. Fluginsekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind für die Bestäubung der Obstbäume und der Gemüsepflanzen wichtig, aber der Mensch kümmert sich zu wenig um seine Umwelt. Honig aus der Stadt ist teils gesünder als Honig vom Lande. Brachlandschaften wären wichtig.
 
 

Aus dem Fernsehen:
ARD, Sendung „Wissen vor acht“, Titel: „So wichtig ist Artenvielfalt!“ vom 16.01.2018. Wie es um das heimische Ökosystem bestellt ist und warum man Artenvielfalt dringend brauchen… (Video).
ARD, Sendung „Quarks“, Titel: „Dramatisches Sterben: Sind unsere Insekten noch zu retten?“, vom 12.06.2018 (Video). Die Zahl der Insekten geht dramatisch zurück. Als Ursache steht die moderne Landwirtschaft unter Verdacht: zu viele Pestizide, Dünger und Monokulturen.
ZDF, Serie „ZDFzoom“, Titel: „Der wahre Preis für den perfekten Apfel“, vom 10.05.2018. Die "alten Sorten" enthalten mehr Polyphenole. Polyphenole sind bioaktive Substanzen in Pflanzen. Sie „bekämpfen“ Feinde. Die alten Apfelsorten enthalten nicht selten dreimal so viel Polyphenole wie die Supermarkt-Äpfel. Deshalb sind nur sie gut gegen Apfelallergie, Baumpollenallergie u.a. (Video). Was ausgestorben ist, ist weg.
NDR, Sendung „Die Reportage“, Titel: „Der Bienenretter“ vom 10.02.2018. Das weltweite Bienensterben macht Bio-Imker aus Mecklenburg-Vorpommern große Sorgen (Video). Honig aus den Städten ist offenbar gesünder als Honig vom Lande.
ZDF, Sendung „37°“ vom 22.01.2018, Titel „Geheimsache Tiertransporte", Thema: Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs (Video). Weiterhin:
ZDF, Sendung „ZDFzoom“, Titel: „Schweinerei im Schlachthof“, vom 09.05.2018. … was in Schlachthöfen passiert. Dort spielen sich immer wieder brutale Szenen ab (Video).
ZDF, Sendung „Terra X“, Titel: „Die Odyssee der einsamen Wölfe (1/2)“ aus dem Jahre 2016 (Video). Ausgestrahlt unter anderem am 19.04.2017. Über die Geschichte von drei Wanderwöl-fen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben.
ZDF, Sendung „Terra X“, Titel: „Die Odyssee der einsamen Wölfe (2/2)“ aus dem Jahre 2016 (Video). Ausgestrahlt unter anderem am 30.04.2017.
ARD/WDR, Sendung „Quarks“, Titel: „Der Weg des Wolfes“ vom 07.08.2018 (Video). Über die Wölfe in NRW. Sechs Wolf-Sichtungen gab es in 2018. Autor Jan Voelkel.
ARD, Sendung „Quarks“, Titel: „Hilfe! Die Wölfe kommen – müssen wir uns fürchten?“, vom 21.04.2018 (Video); ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 4 -- Land", dort zwischen Minute 22 und Minute 26 (Video).
Ansonsten unter Wikipedia (Wolf). In Italien leben etwa 1.500 Wölfe, in Deutschland vielleicht 400.
ARTE, Sendung „Tote Tiere, kranke Menschen“ vom 17.07.2018 (Video), zum Thema Glyphosat und seine Folgen.
Beispiel Singvögel zum Essen: NDR, Sendung „Die Reportage“, Titel: „Singvögel als Delikatesse?“ vom 12.01.2018. In Deutschland wird der Ortolan geschützt, in Frankreich gegessen. Immer weniger Vögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück (Video).
ZDF, Serie „Terra X“, Titel „Wie rettet man eine fast ausgestorbene Art?“, vom 18.05.2017. Beispiel Oryxantilopen (Video).

ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 1 -- Land", 2010 (Video).
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 2 -- Land", 2011 (Video).
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 3 -- Land", 2013 (Video).
ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 4 -- Land", 2015 (Video).
 
 
Fachaufsätze:

1. Wüstenberg, Maßnahmen gegen Wölfe nach der brandenburgischen Wolfsverordnung, in: Landes- und Kommunalverwaltung – Verwaltungsrechts-Zeitschrift für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (LKV) 2018, 106-112. Zum Thema Wolf: ZDF, Terra X, "Deutschland von oben, Teil 4 -- Land", 2015, dort zwischen Minute 22 und Minute 26 (Video) und unter Wikipedia Stichwort Wolf.
2. Wüstenberg, Der satzungsgemäße Zweck der naturschutzrechtlichen Vereinigung, in: Zeitschrift für Stiftungs- und Vereinswesen (ZStV) 2018, 232-237.
3. Wüstenberg, ... 2019, ...: Thema Wölfe.
 
 
Gesetze:
Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege mit der
Bundesnaturschutzverordnung (BNatSchV) Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten (BArtSchV)
Bundesjagdgesetz (BJagdG)
Tierschutzgesetz (TierSchG)
Lebensmittelgesetz (LFGB) Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch
Beispiel Wölfe: Die Brandenburgische Wolfsverordnung (BbgWolfV) vom 26.01.2018 trat am 02.02.2018 in Kraft. Der Gesetzestext steht hier (§§ 1 bis 12) und hier (Anlage zur BbgWolfV).  
 
 
 
 
Offenbach am Main,  12. November 2018
 
 
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