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Klimaschutzrecht
Definitionen und anderes 




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Bubbling (Kyoto-Protokoll)
 
Bubbling ist das gemeinsame Arbeiten mehrerer Staaten zugunsten der Emissionsreduzierung im Sinne der Klimarahmenkonvention von 1992. 1997 wurde in Kyoto unter anderem vereinbart (Kyoto-Protokoll), dass es den Vertragspartnern der Klimarahmenkonvention von 1992 ermöglicht wird, ihre Reduktionsverpflichtungen "einzeln oder gemeinsam" zu erfüllen. Erfüllen sie ihre Verpflichtungen gemeinsam, können sie von den Zuteilungsschlüsseln gemäß Kyoto-Protokoll zwar nicht in der Gesamtsumme, jedoch in Bezug auf die konkrete Aufteilung/Aufschlüsselung der gemeinsam kalkulierenden Staaten abweichen (Artikel 3 Absatz 1 Kyoto-Protokoll). Die Details stehen in Artikel 4 des Kyoto-Protokolls. Nach Artikel 4 Absatz 3 Kyoto-Protokoll gilt dies für die Dauer der gesamten Verpflichtungsperiode gemäß Artikel 3 Absatz 7. Die erste Verpflichtungsperiode dauerte von 2008 bis 2012. Die zweite dauert von 2013 bis 2020. Gelingt die Kooperation insoweit nicht, als das Gesamtziel der Emissionsreduzierung nicht erreicht wird, bleibt ein jeder Staat auf seinem untereinander vereinbarten Anteil als zusätzliche Verpflichtung für die Folgeperiode sitzen (Artikel 4 Absatz 5 Kyoto-Protokoll).
Speziell für die Europäische Union als Möglichkeit der gemeinsamen Reduktionsverpflichtung gilt Artikel 4 Absatz 6 Kyoto-Protokoll. Die Europäische Union hat ihre interne Schlüsselaufteilung in Form europäischer Vorschriften verabschiedet.
 
Das Bubbling ist also vom JI abzugrenzen, welches in Bezug auf einzelne Maßnahmen/Projekte eine Zusammenarbeit von Staaten vorsieht.