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Klimaschutzrecht
Definitionen und anderes 




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CDM
 
CDM ist die Abkürzung für einen Mechanismus für eine umweltverträgliche Entwicklung in fremden Staaten oder Unternehmen. Für Staaten und Unternehmen besteht hier die Möglichkeit, mit Projekten außerhalb des eigenen Territoriums Emissionsgutschriften zu erwerben, um diese auf die eigenen Verpflichtungen anrechnen zu können. Hierunter fallen auch die Entwicklungsländer (anders als bei den JI). Der Mechanismus CDM lässt sich nach allgemeiner Meinung aus dem Artikel 13 Absatz 1, Absatz 2 Kyoto-Protokoll herauslesen. Wer sein Projekt erfolgreich durchgeführt hat, erhält sog zertifizierte Emissionsreduktionen (CER). Anders als bei den JI werden bei dieser Art von Kooperation den Entwicklungsländern keine Gutschriften erteilt, Reduktionseinheiten abgezogen. Auf diese Weise wird die Treibhausgasreduktion in den Entwicklungsländern rein tatsächlich erzielt, nicht jedoch auf dem Papier.
Das Prozedere der CDM ist schließlich nach Artikel 13 Absatz 3 Buchstabe b und Artikel 3 Kyoto-Protokoll begrenzt/limitiert. Genauer: durch die Ergänzungen in den Beschlüssen auf der COP Marrakesch in 2001 (Dokument Seiten 25 bis 49). Es kann also nicht uferlos in Anspruch genommen werden, so dass ein jeder verpflichtete Staat letzt doch, zumindest zu einem Großteil, seine Hausaufgaben auf dem eigenen Territorium erledigen muss.