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Klimaschutzrecht
Definitionen und anderes 




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REDD-Mechanismus und REDD+
 
Auf der COP 12 in Nairobi (2006) wurde beschlossen, dass auch diejenigen Staaten, die Entwaldungen vermeiden, hierfür Gutschriften/Anrechnungen im Sinne der LULUCF-Mechanismen erhalten. REDD steht für "Reducing Emissions from Deforestation and Degradation" = Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung (kurz: Entwaldungsvermeidung). Die Entscheidung der Entwicklungsländer, sich selbst ebenfalls zu verpflichten, trafen diese im Jahre 2006 auf der COP 13 In Nairobi. Kurz zuvor war der Vierte Sachstandsbericht des IPCC der Vereinten Nationen veröffentlicht worden. Der Beschluss über die REDD-Maßnahmen steht hier auf den Seiten 8 ff. Er ist Teil des sog. Bali-Aktionsplans, mit welchem erstmals die Entwicklungsländer und die U.S.A. eigene Verpflichtungen akzeptierten.
 
Die Abkürzung REDD+ ist in Kopenhagen (COP 2009) erstmals und sodann in Cancún (COP 2010) fortsetzend erwähnt. Das + soll verdeutlichen, dass nun auch der Forstsektor in die REDD-Maßnahmen einbezogen werden soll bzw. worden ist. Inhaltlich hat sich sonst nichts geändert. Die Abkürzung REDD+ wird in den Vertragstexten und Beschlüssen der KRK bzw. Kyoto-Protokoll nirgends definiert, sondern ergibt sich nur stillschweigend aus dem historischen Zusammenhang.