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Verpackungsrecht
Definitionen und mehr 




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Endverbraucher
 
§ 3 Absatz 10 VerpackG sagt: „Endverbraucher ist derjenige, der die Verpackung nutzt, indem er das von dieser umhüllte Produkt gebraucht. Bei ihm fällt die Verpackung als Abfall an.“ Entscheidend also ist, dass die verpackte Ware gebraucht wird. Dies bedeutet, dass sie nicht – etwa als Zubehörteil in einem anderen Produkt –  weiterveräußert wird, sondern dass die Lieferkette bei dieser sog. Anfallstelle endet. Es gibt private und gewerbliche Endverbraucher. Einige der gewerblichen Endverbraucher werden den privaten Endverbrauchern gleichgestellt.
 
§ 3 Abs. 11 VerpackV erläutert die privaten Endverbraucher: „Private Endverbraucher sind private Haushaltungen und diesen nach der Art der dort typischerweise anfallenden Verpackungsabfälle vergleichbare Anfallstellen. Vergleichbare Anfallstellen im Sinne von Satz 1 sind insbesondere Gaststätten, Hotels, Raststätten, Kantinen, Verwaltungen, Kasernen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, karitative Einrichtungen, Niederlassungen von Freiberuflern, typische Anfallstellen des Kulturbereichs wie Kinos, Opern und Museen, sowie des Freizeitbereichs wie Ferienanlagen, Freizeitparks und Sportstadien. Vergleichbare Anfallstellen im Sinne von Satz 1 sind außerdem landwirtschaftliche Betriebe und Handwerksbetriebe, deren Verpackungsabfälle mittels haushaltsüblicher Sammelgefäße für Papier, Pappe und Karton als auch für Kunststoff-, Metall- und Verbundverpackungen, jedoch maximal mit einem 1.100-Liter-Umleerbehälter je Sammelgruppe, im haushaltsüblichen Abfuhrrhythmus entsorgt werden können.“
 
Nicht zu den gewerblichen Abnehmern/Endverbrauchern zählen diejenigen Abnehmer, die (verpackte) Produkte kaufen, um sie in ihre eigenen Bauteile einzubauen und damit ein neues Produkt zu schaffen (Beispiel: Zulieferbetriebe der Automobilindustrie). Hier fehlt der Endgebrauch der verpackten Ware. Auch die zum Beispiel Kfz-Werkstätten fallen nicht darunter. In all diesen (hier zwei) Beispielen fällt zudem eine Menge von Verpackung/Abfall an, die typischerweise nicht in bloß einen 1.100-Liter-Umleerbehälter je Sammelgruppe und Abfuhrrhythmus passt.

 
Die gewerblichen Endverbraucher, die als private Endverbraucher gelten wollen, müssen in jedem Fall einem Dualen System als Kunde angeschlossen sein.