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Kanzlei für Wirtschafts- mit Tierschutzrecht




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Tierschutz-Hundeverordnung § 7
 
§ 7 TierSchHuV bestimmt:
„(1) Ein Hund darf in Anbindehaltung nur gehalten werden, wenn die Anforderungen der Absätze 2 bis 5 erfüllt sind.
(2) Die Anbindung muss 1. an einer Laufvorrichtung, die mindestens sechs Meter lang ist, frei gleiten können, 2. so bemessen sein, dass sie dem Hund einen seitlichen Bewegungsspielraum von mindestens fünf Metern bietet, 3. so angebracht sein, dass der Hund ungehindert seine Schutzhütte aufsuchen, liegen und sich umdrehen kann.
(3) Im Laufbereich dürfen keine Gegenstände vorhanden sein, die die Bewegungen des Hundes behindern oder zu Verletzungen führen können. Der Boden muss trittsicher und so beschaffen sein, dass er keine Verletzungen oder Schmerzen verursacht und leicht sauber und trocken zu halten ist.
(4) Es dürfen nur breite, nicht einschneidende Brustgeschirre oder Halsbänder verwendet werden, die so beschaffen sind, dass sie sich nicht zuziehen oder zu Verletzungen führen können.
(5) Es darf nur eine Anbindung verwendet werden, die gegen ein Aufdrehen gesichert ist. Das Anbindematerial muss von geringem Eigengewicht und so beschaffen sein, dass sich der Hund nicht verletzen kann.
(6) Bei Begleitung einer Betreuungsperson während der Tätigkeiten, für die der Hund ausgebildet wurde oder wird, kann er abweichend von Absatz 1 nach Maßgabe der Absätze 4 und 5 an einer mindestens drei Meter langen Anbindung angebunden werden.
(7) Die Anbindung ist verboten bei 1. einem Hund bis zu einem Alter von zwölf Monaten, 2. einer tragenden Hündin im letzten Drittel der Trächtigkeit, 3. einer säugenden Hündin, 4. einem kranken Hund, wenn ihm dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt würden.“
  
Anbindehaltung bedeutet, dass der Hund an einem festen, unbewegten Gegenstand angebunden ist, z.B. am Fahrradständer oder einem Haltegerüst oder Pfosten neben dem Supermarkt. Damit der Hund nicht wegläuft… Es geht nicht um eine Anbindevorrichtung als Gegenstand. Sondern um das Anbinden als Handlung.
  
Die Anbindung von Jungtieren und von trächtigen Tieren oder säugenden Hündinnen ist stets verboten; § 7 Abs. 7 TierSchHuV.
 
Für etwaige Anbindevorrichtungen gilt § 7 Abs. 2 TierSchHuV. Die Schutzhütte als Vorrichtung scheidet aus. Denn der Hund muss in die Schutzhütte hineinlaufen können; § 7 Abs. 2 Nr. 3 TierSchHuV.
 
Brustgeschirre und Halsbänder dürfen nicht einschneidend sein; § 7 Abs. 4. Eine Anbindung (Schnur o.a.) darf nicht so verwendet werden, dass der Hund sich sozusagen erwürgen könnte; § 7 Abs. 5.
 
Ausnahmen gibt es (fast) jeweils während der Zeit, in welcher der Hund ausgebildet wird. Etwa dann, wenn der Hund lernen soll, sich nicht zu erwürgen. Keine Ausnahme gibt es von den Vorgaben des § 7 Abs. 7 TierSchHuV.
 
  
 
28.08.2020