W
ÜSTENBERG

Kanzlei für Wirtschafts- mit Tierschutzrecht




 START
RECHTSGEBIETE  
 ANWALT
 LEISTUNGEN
 HONORAR
 IMPRESSUM
 
  






Tierschutz-Hundeverordnung § 10
 
§ 10 TierSchHuV bestimmt: „Es ist verboten, Hunde, bei denen Körperteile, insbesondere Ohren oder Rute, tierschutzwidrig vollständig oder teilweise amputiert wurden, auszustellen oder Ausstellungen solcher Hunde zu veranstalten. Das Ausstellungsverbot nach Satz 1 gilt nicht, sofern der Eingriff vor dem 1. September 2001 und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Tierschutzgesetzes in der zum Zeitpunkt des Eingriffs geltenden Fassung vorgenommen wurde.“
 
Das Amputieren von Körperteilen ist nach dieser Vorschrift nicht verboten. Wohl aber das Ausstellen. Denn das Amputieren ist – wie bei allen Säugetieren – eine grundsätzlich nicht sachlich zu rechtfertigende Handlung. Diese Beurteilung nach hier vertretener Auffassung gilt übrigens auch für Menschen. Weshalb soll man beim Menschen nicht nachwachsende Teile des Körpers abschneiden? Rechtsanwalt Wüstenberg ist pro bono betreffend die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen tätig. Das heißt, die Beratung und Vertretung pro bono wird angeboten.
 
Das Ausstellungsverbot gilt für Hunde, die ab September 2001 „behandelt“ wurden. Weil Hunde nur sehr, sehr selten 19 Jahre alt werden, dürfte die Vorschrift Satz 2 bereits gegenstandslos geworden sein.
 
Eine Ausstellung ist ein Zurschaustellen gegenüber einem unbegrenzten Personenkreis (Jedermann). Tauschbörsen für ausschließlich Vereinsmitglieder des Aussteller-Vereins zählen nicht dazu. Gemeinhin aber ist die Tauschbörse für alle Interessierten öffentlich zugänglich. Dann handelt es sich um eine Ausstellung i.S.d. § 10 TierSchHuV.
 
Verpflichtet wird auch der Aussteller, nicht nur der Halter und die Betreuungsperson.
 
  
 
28.08.2020